Saftige Strafe für Pfefferspray-Angriff

Ein 21-jähriger Wehrheimer muss 5400 Euro Strafe zahlen, weil er im Juli des vergangenen Jahres zwei Konkurrenten mit Pfefferspray attackiert hatte. Zuvor hatte er drei Frauen angebaggert und, nachdem sie mit seinem Charme offenbar nichts anfangen konnten, beschimpft und eine von ihnen sogar geohrfeigt.

Nach einem einstündigen Rückzug tauchte er abermals auf, um den männlichen Begleitern der Damen Pfefferspray zu verpassen. Der Angreifer war stark alkoholisiert, er hatte 1,13 Promille Alkohol im Blut. Für besagte Herren hatte die Attacke tagelange Augenschmerzen zur Folge, der Angreifer wurde vor den Kadi gezerrt. Dort plädierte er auf Notwehr und gab an, seinerseits bedroht worden zu sein.

Die Schilderungen der Opfer waren für die Richterin aber überzeugender. Sie setzte die Strafe sogar deutlich höher als von der Staatsanwaltschaft gefordert an. Denn die Staatsanwältin hatte nur 1200 Euro Strafe für eine “gefährliche Körperverletzung in einem minder schweren Fall” beantragt. Die Richterin begründete das höhere Strafausmaß für “schwere Körperverletzung” damit, dass die Opfer eine Woche lang unter den Folgen der Attacke leiden mussten.

Die Frau, die vom Angreifer geohrfeigt wurde, fasste übrigens ebenfalls eine Strafe aus. Ihr unentschuldigtes Fernbleiben von der Gerichtsverhandlung kostet sie 150 Euro, ersatzweise drei Tage Haft.

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