Tasereinsatz mit eingeschränkter Wirkung

Was gibt uns Sicherheit?

Wien/Österreich. Immer mehr technische Innovationen, wie Wärmekameras oder neue Waffen, versprechen uns noch mehr Sicherheit. Seit April ist nun der sogenannte Taser, eine pistolenähnliche Elektroimpulswaffe, wieder in den Fokus der Öffentlichkeit geraten.

In Deutschland wurde der Gebrauch erst im Februar 2008 verboten. Der Bundeseinsatztrainer der Polizei in Österreich äußerte, dass ein Angriff mit einem Messer nur sehr schwer mit Körperkraft oder Pfefferspray abzuwehren sei. Das Agieren mit einem Taser würde hier helfen. Andererseits sind Angriffe mit einem Messer oftmals sehr überraschend, sodass keine Waffe echte Sicherheit suggerieren kann.

Weiterhin ist der Aktionsradius dieser neuartigen Waffe auf 7 Meter beschränkt und setzt voraus, dass 2 Elektroden das Ziel treffen. Sobald sich dieses Ziel bewegt oder dickere Kleidung trägt, wird das schon problematisch. Der Taser bietet also legalen Schutz vor unbewaffneten,sich nicht bewegenden und dünngekleideten Angreifern. Vielmehr unterstützt sie jedoch das Überlegenheitsgefühl des Waffenträgers, da dieser im Bewusstsein ist, seinen Gegener nicht wirklich zu verletzen, aber zu beherrschen.

Mehrere Zeugen berichteten jedoch, dass Angriffe mit Tasern überaus schmerzend und folternd waren und ein Tourist in Vancouver musste den Taserangriff mehrerer Polizisten schließlich mit dem Tod bezahlen. Eine Elektroimpulswaffe sollte also nicht unterschätzt werden, aber es sollte auch klar sein, dass sie uns nie echte Sicherheit geben kann. Wer sich wirklicn nur passiv schützen möchte, sollte also vielleicht auf das altbekannte Pfefferspray zurückgreifen.

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